Regen. Eigentlich regnet es zu dieser Jahreszeit auf Kreta nie bzw. nur sehr wenig. Unser Herbergsvater meinte dass er in den letzten 40 Jahren keinen solchen Regen erlebt hat. Den Regentag haben wir dazu genutzt uns die beiden größeren Städte Chania und Rethymnon anzusehen. Der Weg dahin war relativ beschwerlich weil die Strassen teilweise 20cm unter Wasser standen und die Kreten auch nicht so recht was damit anfangen konnten, kein Gehupe kein Gerase, rein gar nichts an das wir uns die letzten Tage verkehrstechnisch gewöhnt hatten. Neben den Überschwemmungen waren aber vor allem auch die vielen teilweise doch recht großen Steine die sich von den Wänden gelöst hatten und nun auf der Strasse lagen.
Wir sind ca. 5 Stunden in Richtung Chania und dem besseren Wetter gefahren. Chania ist die zweit größte Stadt Kretas und bietet einen schönen Hafen und eine nette Altstadt die mit ihren kleinen Gassen dazu verlockt ein wenig durch die zahlreichen Geschäfte zu bummeln. Ein Muss ist es jetzt nicht aber durchaus lohnenswert.
Um den Kulturfaktor etwas zu erhöhen sind wir auf dem Weg nach Rethymnon noch kurz nach Aptera gefahren. Aptera liegt ca. 5 Minuten von der New Road entfernt und bietet eine Ausgrabungsstätte mit Bauwerken aus den verschiedensten Epochen. Bevor man hinfährt sollte man sich jedoch über die Öffnungszeiten informieren.
Rethymnon ist eine größere, am Meer gelegene Stadt. Als erstes haben wir uns das alte Castell angesehen, wie fast bei allen kulturell interessanten Orten auf Kreta, konnten wir uns dank Studentenausweis den Eintritt sparen. Das Castell thront mit seinen Mauern über der Stadt und bietet einen schönen Blick auf Rethymnon und das Meer, einige der noch erhaltenen Gebäude kann man betreten. Von dem Castell aus ging es dann zu einem ausführlichen Stadtbummel runter. Wie Chania bietet Rethymnon auch viele kleine Gassen mit zahlreichen Geschäften, nur in schöner. Wenn man nur eine von beiden Städten besuchen kann würde ich Rethymnon vorziehen, es bietet ähnlich viel wie Chania ist aber angenehmer und sehenswerter.
Auf dem Heimweg sind wir noch in Spilii in einer kleinen Taverne auf der linken Seite kurz vor der Polizei eingekehrt, hier gab es hauptsächlich Gerichte frisch vom Grill. Alles recht lecker und nicht teuer.
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