Da Autofahren das erste Erlebnis nach dem etwas kleineren Flughafen in Heraklion ist starte ich auch meine kleine Reisedoku damit.
Wer sich sein Gepäck gekrallt hat wird erst mal die kleine Vorhalle des Flughafens betreten und über ein paar streunende Hunde stolpern. Merh Zufällig haben wir den Namen des Autovermieters in den Reiseunterlagen von L'TUR gefunden und noch zufälliger den Autovermieter nachdem wir aus der kleinen Vorhalle des Flughafens über die streundenen Hunde gestolpert sind.
Unser Auto, einen Toyota Yaris, haben wir über L'Tur bei Autocandia gemietet. Vorteil hier war dass ein zweiter Fahrer gratis mitversichert war und nicht nach Kilometern abgerechnet wird. Eine Versicherung für Reifen und Unterboden kann zusätzlich abgeschlossen werden, für uns wären 35 Euro fällig gewesen, ob man die braucht mag jeder nach diesem Eintrag selber entscheiden. Den ersten Tank kauft man quasi von Autocandia ab, dafür darf man/soll man das Auto dann bei der Rückgabe leer abstellen.
Hat man nicht gerade einen Cluburlaub geucht würde ich übrigens jedem zu einem Auto auf Kreta raten.
Vom Flughafen ging es in Richtung Hotel erst mal auf die Autobahn, Die definiert sich druch grüne Schilder, ist nciht wie bei uns 2 oder mehrspurig sondern besteht aus einem breiten Fahrstreifen und einem Seitenstreifen. Seitenstreifen werden in Kreta generell als Fahrspur genutzt, egal ob man jemand anderen vorbeilassen will oder grade Lust drauf hat. Den Seitensteifen zum Fahren zu benutzten macht bei den kretischen Überholsitten übrigens auch Sinn. Überholt wird sobald ungefähr 3 Autos nebeneinander Platz haben und die nächste Kurve in Sichtweite ist. Auf Autobahnen gilt eine Geschwindigkeitsobergrenze von 120 Km/H die aber eher als Richtgeschwindigkeit verstanden wird. Das mag vielleicht daran liegen dass alle 4 Blitzer die ich gesehen habe zerschossen oder einfach so ramponiert waren. Wer sich wundert dass ich zerschossen schreibe dem möchte ich folgenden Satz aus dem Reiseführer schreiben "Die Bevölkerung Kretas war schon immer wehrhaft und so ist es nicht verwunderlich wenn man durchlöcherte Strassenschilder sieht".
Von der Autobahn ging es runter auf eine Landstrasse, diese sind mit 90 Km/H beschränkt, mehr ist in den meisten Fällen aber eh nciht möglich da es sich oft um sehr kurvige Bergstrassen handelt. Wer Lust auf Passstrassen und scharfe Kurven hat ist auf Kreta übrigens genau richtig. Über Die Budnestrassen ist zu sagen dass sie mit 110 Km/H beschränkt sind.
Innerorts gilt häufig das Recht desjenigen, der den größeren Bumskopf hat, das gilt vorallem auch für alle Arten von Vorfahrt. Geparkt wird, obwohl es horende Straffen geben soll, da wo man sich gerade befindet + Warmblinker. Die Gassen sind meistens ziemlich eng und man sollte ein wenig Vertrauen in die eigenen Fahrkünste haben.
Es gibt aber noch eine weitere Kategorie von Strassen, die die man bei uns höchstens als Forstwege bezeichnet. Ich muss sagen dass mich der Toyota in dem einem oder anderen Fall wirklich beeindruckt hat wenn es darum ging offroad mässig 2m breite Schotter/Geröllwege mit mindestens 15% Steigung zu erklimmen. Normalerweise kann man aber die meisten unbefestigten Strassen umfahren.
Was leider auch öfters vorkommt, gerade nach starkem Regen, sind Steine die von den ungesicherten Geröllwänden der Passstrassen losgelöst wurden und auf die Fahrbahn rollen.
Unsere Kreta-Bilder bei flickr.